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Wir wollen Leben!


von Edward Grossmann

In Deutschland, eines der reichsten Länder der Welt, lebt es sich bestimmt besser, als in vielen armen Ländern dieser Welt.

Sind wir Deutsche auf immer mehr Wohlstand aus, auf immer mehr Urlaub, immer neue Autos, sich jeden Luxus leisten kön-
nen und trotzdem immer weniger Arbeiten als oberstes Ziel an-
streben?

Hört man auf die Wirtschaftsbosse und Politiker, die permanent davon reden:

"Wir müssen endlich den Gürtel enger schnallen, länger Arbei-
ten und das für weniger Geld."

Nur so kann die Wirtschaft gesunden, die Arbeitsplätze erhal-
ten bleiben und Neue geschaffen werden.

Nun arbeiten die Menschen länger, leisten auch viele unbe-
zahlte Überstunden ohne Freizeit Ausgleich und das für weni-
ger Geld. Hat das die Arbeitsplätze stabilisiert und hat das
mehr Arbeitsplätze gebracht?

Das Gegenteil macht täglich Schule. Immer mehr Arbeitsplät-
ze werden abgebaut und dadurch erhöhen sich natürlich die Überstunden und der Leistungsdruck wird größer.

Erhöht sich damit für den Personenkreis, die noch einen Ar-
beitsplatz haben die Lebensqualität?
Wohl kaum!
Wer sich täglich einem zunehmenden Stress ausgesetzt wird zwangsläufig durch Krankheit früher oder später seine Arbeit nicht mehr ausüben können.

Die andere Gruppe der Menschen, die ihren Arbeitsplatz ver-
loren haben und seit es das Hartz IV Gesetz gibt, in recht kurzer Zeit unterhalb der Armutsgrenze Leben, haben auch unter Stressfaktoren zu leiden.

Wir wollen aber ein Leben führen, für das es sich lohnt
z.B. auch eine Familie zu gründen.

Ist denn das überhaupt noch möglich? Nur wenn beider Eltern-
teile eine einigermaßen vernünftig bezahlte Arbeit haben, kann überhaupt an Familienplanung gedacht werden.
Aber es gibt kaum noch sichere Arbeitsplätze und deshalb die zunehmende Zukunftsangst.

Was soll denn das für ein Familienleben werden, wenn die Kinder schon nach einem Jahr in den Hort sollen, die Eltern nach der Tagesarbeit erschöpft, dann die Kinder aus dem Hort abholen, und sich noch mit dem täglichen Hauskram beschäf-
tigen müssen.

Was haben denn diese Kinder von "erfolgreichen Eltern", die über das Maß ihre Arbeitskraft zu Markte tragen und für ihre Kinder kaum Zeit aufbringen können.
Harmonie und Liebe können nur die wenigsten Kinder in der heutigen Zeit noch spüren und erleben. Scheidungen, nicht
selten der Grund "Geldmangel" ist für die Kinder eine Kata-
strophe.

Es ist doch nicht nachzuvollziehen, das in unserer modernen Computer- und Robotterwelt, wo so viele Arbeiten von Ma-
schinen abgenommen werden, die Menschen immer noch schneller und mehr Arbeiten sollen.

Der Grund dafür ist natürlich nicht unbekannt und hat was mit der ungebremsten Geldgier der Anleger zu tun. Diese Men-
schen bereichern sich in astronomischen Größen an Ak-
tiengeschäfte und Wertabschöpfungen in Firmen. Hier liegt
das Übel in der heutigen Gesellschaft, dass ohne Arbeiten
mit Nichtstun sehr viel Geld in großen Summen eigentlich
dem Volk gestohlen wird.

Wir wollen aber kein Leben in dieser Knechtschaft und der Ausbeutung, wo für das Leben keine Zeit mehr bleibt oder wegen Arbeitsmangel die Armut zuschlägt!

Wenn man keine Zeit mehr hat, um sich vernünftig zu ernähren, wenn das Angebot von Nahrung zunehmend genmanipuliert wird, keine Nährstoffe und Vitamine in den meisten Obst und Gemüsesorten zu finden sind, wenn in Fressbuden schnell der Müll runtergeschluckt wird, weil auch hier keine Zeit mehr übrig bleibt, dann gibt es keine Lebensqualität.

Schaut man von Oben auf eine Großstadt runter, so hat das große Ähnlichkeit mit einem Ameisenhaufen. Alle sind emsig und laufen hin und her. Keiner versteht den Sinn für diese un-
kontrollierte Hektik.

Was können wir in der Masse der Bevölkerung tun, damit sich die Lebensbedingungen und Qualitäten bessern, bessern für alle, nicht nur für eine kleine Minderheit.

Wir müssen uns trauen auf Grund der Erkenntnisse neue
Wege zu gehen. Eine neue Gesellschaft aufbauen mit mehr Menschlichkeit. Dieses Wort Menschlichkeit ist gefährdet auszusterben, weil unter Menschlichkeit sich schon viele gar nichts mehr vorstellen können.

Trauen wir uns, dem aus dem Ruder gelaufenem System "Kapitalmacht" zu verweigern, in dem wir nicht mehr diesen Wahnsinn des hektischen Lebens uns bedingungslos unter-
werfen.

Hier gibt es viele Möglichkeiten, wenn wir das Volk in der großen Masse nicht mehr alles hinnehmen und bessere Lebensalternativen für ein Leben in Würde und Sinn anstre-
ben.

Hier müssen natürlich die entscheidenden Weichen die von
uns gewählten Politiker stellen, dafür wählen wir unsere Volksvertreter.

Es wird höchste Zeit, dass wir unsere Macht die nur vom Vol-
ke ausgehen kann nicht tatenlos verschenken und uns mit einer diktatorischen Demokratie abfinden und zufrieden geben.

Nein, wir müssen endlich den Personen, die sich zur Wahl stellen klar und deutlich unseren Wählerwillen zum Ausdruck bringen. Es muss ein Ende finden, dass Gesetze verabschie-
det werden, die sich meist gegen den Wählerwillen stellen
und die Lebensbedingungen immer weiter verschlechtern.

Wir wollen Leben, nicht im Überfluss aber in einer geordneten Harmonie mit einer gewissen Sicherheit für unseren beschei-
denen Lebensunterhalt das Geld verdienen zu können, ohne schamlos ausgebeutet zu werden.

Diese gewünschte Lebensqualität ist für alle erreichbar und eigentlich in unserer Verfassung gesetzlich verankert, wir müssen sie mit Nachdruck einfordern.

Wir wollen endlich ohne Ängste und unnötigen Stress dem Leben einen Sinn geben!
Packen wir´s an, trauen wir uns was zu, das stärkt auch das Selbstbewusstsein und gibt uns unsere Würde wieder.


WIR WOLLEN LEBEN!

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